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10.01.2009
Hallo Radsportfreunde, nachfolgende Rennräder,
Laufräder und Komponenten stehen zum Verkauf bereit.
SRM Powermeter Trainings System Profi Version
Powercontrol IV
Cannondale „Ironman 2000“ Zeitfahrrad komplett
Cannondale „Aero Cad 4” Zeitfahrrad / Rahmen-Kid
Cannondale „R4000 Si” Rennrad / Rahmen-Kid
Klein „Quantum Pro“ Rennrad komplett
ZIPP Aero Laufradsatz VR / HR Carbon ZR1 530
ZIPP Z-950 Carbonscheibe HR / Bahn und Straße
Laufradsatz auch als 3er Set erhältlich
ZIPP Aero Laufradsatz Carbon ZR1 530
ZIPP Z-950 Carbonscheibe
Shamal Campagnolo Aero Laufradsatz Alu VR / HR
CODA Zeitfahrkurbeln mit Lager
Genaue Beschreibungen und Bilder sind unter dem
folgenden Link zu finden:
http://www.gotty-mueller.de/gottys_fahrradshop.htm
Bei
Interesse bitte per Mail Kontakt mit mir aufnehmen.
Viel Spaß beim stöbern.
Gruß Gotty
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10.01.2009
Gotty Müller neuer Fachwart und Trainer
der Abteilung Radsport im BSV Rheinland-Pfalz e.V.
Hallo Radsportfreunde,
ab sofort bin ich in Sachen Radsport Euer
Ansprechpartner sowohl für den Organisationsbereich
wie auch im Radsport-Trainingsbereich.
Unser Ziel für die nächsten Jahre ist ein Team von
jungen Sportlern mit Perspektive für internationale
Wettbewerbe aufzubauen. Zunächst möchten wir
interessierte Sportler bei Schnupperlehrgängen
kennen lernen um ihnen Wege in den Leistungssport
aufzuzeigen.
Wir werden die Sportler sowohl theoretisch wie
praktisch ausbilden um sie auf eine erfolgreiche
Sportkarriere vorzubereiten.
Danach werden wir die Sportler auf nationale
Wettkämpfe, z.B. Landes- und Deutsche-
Meisterschaften, heran führen damit sie Erfahrungen
sammeln für spätere internationale Wettkämpfe z.B.
Europa- und Weltmeisterschaften sowie auf die
Paralympics.
Zum Radsportbereich gehören folgende
Radsportdisziplinen:
| Straßenradsport für Amputierte alle Klassen, Arm
und Beinamputierte, Rennrad
| Straßenradsport für Blinde und Sehbehinderte,
Tandemrennrad
|Straßenradsport für Spastisch Behinderte, Rennrad
und Dreirad
|Straßenradsport für Rollstuhlfahrer, Handbiker
Bahnradsport für Amputierte und Sehbehinderte
Ich bitte alle Sportler, Sportinteressierte und
Vereinsmitglieder sich bei mir oder dem
BSV Rheinland-Pfalz per Mail oder Telefon zu melden.
Sportliche Grüße Euer
Gotty Müller
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28.07.2007
"Ich schließe Doping im Behindertensport nicht aus"
KREIS AACHEN. Radrennfahrer Gotty Müller ist
vielfacher Medaillengewinner und fordert ein
besseres Kontrollsystem.
Nach
einem Motorradunfall im Jahr 1978 musste dem damals
19-jährigen Gotty Müller der linke Unterschenkel
amputiert werden. Acht Jahre später...weiter
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...los
geht´s Gotty!

Gottys
Freudentanz mit Alcaide und Jezek

Armin Köhli
Archivfoto

Einigkeit
unter Trainern und Kollegen... |
12-20.August
EM in
Alkmaar – Tops und Flops!
Vom 12. bis
20. August fanden in Alkmaar in den Niederlanden die
Europameisterschaften im Handicap-Radfahren statt.
Team Össur Mitglied Gottfried „Gotty“ Müller
erreichte in der Klasse LC2 in einem spannenden
Finale den dritten Platz in der Verfolgung 4.000m
Bahn und holte für Deutschland die erste
Bronzemedaille dieser EM.
Der
Spanier Roberto Alcaide gewann Gold und stellte
einen neuen Weltrekord (4.47,791) auf, gefolgt von
dem Tschechen Jiri Jezek.
In der Klasse LC4
gewann der Deutsche Michael Teuber das Rennen mit
neuem Weltrekord von 4.05,430. Platz 4 und 5 gingen
ebenfalls an Deutschland mit Pierre Senska und Erich
Winkler. Silber ging an Juanjo Mendez (ESP) und
Bronze an den Österreicher Alexander Hohlrieder.
Auch am Montag im Velodrom Alkmaar konnte Teuber
beim Finale Bahn Zeitfahren Bahn 1000m sich wieder
gegen seine Konkurrenz behaupten, Hohlrieder
erradelte sich die Silbermedaille, Senska und Erich
Winkler belegten die Plätze 3 und 5.
Bei
den LC3-Fahrern (oberschenkelamputiert) erreichte
der Schweizer Armin Köhli, nach seinem 10. Rang im
Zeitfahren, einen guten 6. Platz im Strassenrennen.
Bei den weiblichen Radsportlern fiel v. a. die
Schweizerin Sara Tretola (LC1) auf, die mehrere
Medaillen, u.a. Gold im Zeitfahren, abräumte.
Insgesamt belegte Deutschland den 3. Platz im
Medaillenspiegel (6xGold, 6xSilber, 9xBronze),
hinter Großbritanien auf Platz 1. und Australien auf
Platz 2. Die Schweiz erkämpfte sich den 6. Platz
(4xGold, 3 Silber, 2xBronze) und Österreich landete
in der Gesamtwertung auf Platz 8.
Nach
seinem hervorragenden Start am Sonntag - besonders
beachtenswert, da „Veteran“ Gotty als 46-Jähriger
gegen junge Profis antrat, begann für Gottfried
Müller leider eine Pechsträhne: zuerst stürzte er in
einen Graben, musste sich ohne Hilfe rausrappeln und
landete schließlich mit Riesenzeitverlust im Ziel.
Noch schlimmer traf es ihn am Freitag, als er in der
2. Runde einen „Platten“ hatte und aufgeben musste.
Bei der Tour de France wäre so etwas sicher
undenkbar – aber in Aalkmaar im Behindertenrennen
gab es keinen Service und zwischen Schafen und Kühen
waren keine Reservereifen aufzutreiben!
Laut
Tony Yorke, der beim IPC für das Radfahren zuständig
ist, wird der Behinderten-Radsport in vielen Staaten
mehr und mehr ernstgenommen. In Ländern wie z. B.
Großbritanien hat sich das Ansehen des
Handicapsports soweit entwickelt, dass viele
behinderte Athleten wie Professionelle trainieren
und leben können, das Budget für den
Behindertensport hat sich dem nicht-behinderten
Sport angeglichen. In den Niederlanden ist der
Behinderten-Radsport erst seit letztem Jahr in die
National Cycling Federation integriert worden.
Vor allem fehlt es an finanziellen Mitteln. Das
bekamen die Athleten auch direkt zu spüren: Zum
Mittag gab es nur schnelle Sandwiches und eine
Banane für die Hochleistungssportler, das Hotel war
25km von der Wettkampfstätte entfernt, da für die
Hotels in der näheren Umgebung das Budget fehlte.
Wir meinen:
„Daumen runter“ – hier wird man wirklich
b e h i n d e r
t.
Medaillenspiegel EM 2005 Rad/Handbike
in Alkmaar |Gold |Silber |Bronze
1. Großbritanien |10 |6 |1 2.
Australien |6 |7 |4 3. Deutschland |6
|6 |9 4. Spanien |5 |9 |11 5.
Tschechien |4 |5 |4 6. Schweiz |4
|3 |2 7. VS |4 |3 |2 8.
Österreich |3 |3 |4 9. Niederlande |3
|0 |3
Weitere Infos und Resultate finden
Sie auf der Homepage
http://www.j-r-c.com/
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Bericht im TV vom 24.08.05
23.08.2005
RADSPORT: Freude und Frust
ALKMAAR. Gottfried Müller hat bei den
Europameisterschaften der Handicap-Radfahrer zwar
eine Medaille gewonnen, ist aber noch selten so
enttäuscht und frustriert zurückgekehrt.
Von unserem Mitarbeiter
WILLI RAUSCH
Da ist einerseits die Erkenntnis, "in einer
Zwei-Klassen-Gesellschaft nicht zu denen da oben zu
gehören", andererseits der Ärger über instinktlose
und selbstherrliche Funktionäre, die die
Straßenwettbewerbe im holländischen Alkmaar zu einer
Lotterie degradierten. Zum Auftakt der
Bahnwettbewerbe hatte der Serriger in der
4000-m-Verfolgung Bronze errungen. Trotz dieses
Triumphs herrschte schon nach diesem Wettbewerb
keineswegs eitel Sonnenschein, denn der Abstand zu
den beiden vor ihm liegenden Fahrern zeigte einen
Klassenunterschied auf. Der Spanier Roberto Alkaide
unterbot den alten Weltrekord um zehn Sekunden, eine
Steigerung, die kaum nachvollziehbar ist. Selbst der
Olympiasieger und Müller-Intimus Jiri Jezec
(Tschechien), der die alte Bestmarke um vier
Sekunden pulverisierte, war chancenlos. Danach
wusste Müller: "Das war meine letzte Medaille."
Im 1000-m-Zeitfahren, das Jezec gewann, landete der
Serriger auf dem siebten Platz. Die größte Hoffnung
auf einen Podiumsplatz zerplatzte, da Müller im
Teamsprint wegen einer für Handicap-Sportarten
typischen Regel, bei denen für Teams die aus
unterschiedlich schwer behinderten Sportlern
zusammengesetzt sind, eine Minimal- und
Maximalpunktzahl festgelegt ist, nicht zum Einsatz
kam. Die Mannschaft gewann ohne Müller Silber. Blieb
noch die Hoffnung auf die Straße. Regen und Wind
waren die größten Gegner der Fahrer auf dem Rundkurs
– und die Organisatoren. Im Zeitfahren wurde Müller
Sechster, eine mehr als beachtliche Leistung, denn
er war gestürzt, nachdem sich ein Bremsklotz
verkeilt und das Hinterrad blockiert hatte. "Ich
habe das Rad auf einen Damm gesteuert, um wenigstens
weich aufzuschlagen", berichtet er, "aber alle
Chancen waren natürlich dahin." Es siegte Alkaide
mit großem Abstand vor Jezec und dem Österreicher
Christian Wilberger. Das Straßenrennen geriet dann
zur Farce, denn wie auch im Zeitfahren ließ der
Veranstalter keine Materialfahrzeuge zu. Von Beginn
an wurde im Minutenrhythmus attackiert. Als Alkaide
einen Angriff startete, gingen Jezec, der Rumäne
Eduard Novak und Müller mit. Schnell setzte sich das
Quartett ab und hätte wohl den Sieg unter sich
ausgemacht. Dann schlug das Schicksal zu. In der
Mitte der 8,2 Kilometer langen Runde erlitt Müller
einen Hinterraddefekt und musste sich so bis ins
Ziel quälen, wo er nach weiteren vier Kilometern
endlich das Rad wechseln konnte. Jezec erlitt später
auch einen Defekt – 500 Meter vor Rundenende – und
wurde Dritter. Alkaide erwischte es zwei Kilometer
vor Schluss, er wurde Zweiter. So gewann der einzige
Topfahrer, der keinen Defekt hatte, der Rumäne
Novak.
In die Wut über die Funktionäre mischen sich aber
auch die Bedenken über die Zukunft des Sports. "Die
Besten sind nicht nur jünger als ich, sie sind auch
Profis", sagt der 46-Jährige. Wenn unser Verband
nicht schleunigst auf die veränderte Situation
reagiert, fahren wir in Zukunft nur noch hinterher.
Müller will sich im Winter und Frühjahr noch einmal
wie immer vorbereiten: "Danach werde ich
entscheiden, ob ich Feierabend mache oder die WM
2006 noch mitnehme."
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22.06.2005
RADSPORT : Der dominante Gotty
WEIL. (wir) Für die nationale Konkurrenz hat das
Unterfangen, den Konzer Gottfried Müller zu
schlagen, weiterhin das Prädikat "Mission impossible".
Am Wochenende düpierte der für den RV
Freiweg Serrig startende Handicap-Radfahrer wieder
einmal die versammelte deutsche Elite und errang die
Meistertitel Nummer 37 und 38. In welch’ glänzender
Verfassung sich Müller dabei präsentierte, wird auch
dadurch verdeutlicht, dass selbst ausländische
Spitzenfahrer, die auf Einladung an den Start
gingen, dem 46-Jährigen nicht das Wasser reichen
konnten. Dass diese Titelkämpfe die
erfolgreichsten der Geschichte unter regionalem
Aspekt wurden, ist Müllers Vereinskameraden Matthias
Schloss zu verdanken, der sowohl im
Einzelzeitfahren, als auch im Straßenrennen den
zweiten Platz belegte und sich damit ebenfalls gute
Chancen ausrechnen kann, für die
Europameisterschaften in Alkmaar (Holland) nominiert
zu werden.
Dem Fahrerfeld wurde in Weil am
Rhein bei Temperaturen von 33 Grad im Schatten alles
abverlangt. Trotz der mörderischen Hitze wurden die
Wettbewerbe wie vorgesehen um 13 und 14 Uhr
gestartet und nur minimal verkürzt. Im Kampf gegen
die Uhr über 11,6 km dominierte Müller deutlich,
erzielte ein Stundenmittel von 46 km und gewann in
14:41 Minuten vor dem Dänen Michael Sörensen (15:06)
und dem Franzosen Sebastian Serriere (15:45). Mit
16:06 Minuten erkämpfte sich Schloss als zweitbester
Deutscher die Silbermedaille. Das Straßenrennen am
folgenden Tag hatte seine zusätzlichen Tücken, weil
der Kurs sehr winklig war und nach jeder Kurve immer
wieder angetreten wurde. Nach der Hälfte der Distanz
(70 km) setzte sich Müller mit dem Dänen und
Franzosen ab. In der Schlussphase überrundete das
Trio sogar das gesamte Feld – das Endresultat war
dasselbe wie beim Zeitfahren. Im Spurt des Feldes
sicherte sich Schloss Platz zwei knapp vor Andi Walz
(Reute).
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8. Juni 2005
Radsport: Rang 2 für Müller beim Europacup
Serriger Handicap-Fahrer auf den Spuren von Jan
Ullrich
An gleicher Stätte wie Jan Ullrich am Sonntag beim
Grand Prix des Kanton Aargau in Gippingen den
zweiten Platz belegte machte es Gottfried Müller,
Handicpa-Fahrer des RV Frei-Weg Serrig, ihm 24
Stunden vorher vor und belegte ebenfalls den zweiten
Platz im Straßenrennen beim Europacup der
Handicap-Rennfahrer. Franzose fängt Müller auf
Ziellinie ab "Diese Profi-Veranstaltung, in die die
Handicap-Fahrer bereits zum sechsten Mal integriert
waren, ist sehr gut organisiert und wie bei den
Profis mit Preisgelder dotiert - wenn auch in
bescheidener Höhe (Sieg 100 Sfr., 2.Platz noch 80
Sfr). Es macht schon sehr viel Spaß bei so einer
großen Veranstaltung mit sehr vielen
Radsport-Begeisterten zu fahren.
Es waren über 70 Rennfahrer aus 10 Nationen
gemeldet, die beim Straßenrennen über 67,5km (
9x7,5km) an den Start gingen. Pro Runde mussten zwei
Anstiege bewältigt werden, wo in fast jeder Runde
die Attacken liefen. Das Feld wurde Runde für Runde
kleiner. Wegen des starken Windes schaffte es aber
keine Gruppe Wegzuspringen und so kam es am Ende zu
einem Zielsprint mit ca. 30 Rennfahrern.
Mein Teamkollege Günter Brechtel rief kurz vor der
'Flamm Rouge': "häng dich dran, ich fahr dir den
Sprint an". Es wurde mit Hacken und Ösen gekämpft,
gerempelt und geschuppst aber er schaffte es mich in
eine tolle Position zu bringen. An der 100 Meter
Marke fuhr ich aus seinem Windschatten und es sah
bis 10 Meter vor der Linie nach meinem zweiten
Gippingen-Sieg aus. Aus meinem Windschatten jedoch
kam der Franzose Sebastian Serriere, Europameister
2003, und fing mich noch ganz knapp vor der Linie ab
und gewann wie im letzten Jahr seinen zweiten Grand
Prix von Gippingen, auf dem dritten Platz landete
mit etwas Abstand der Österreicher Michael
Schreiber.
Am nächsten Morgen bereits um 9 Uhr war der Start
zum abschließenden Einzelzeitfahren über 14,8km auf
einem welligen Kurs. Ich fühlte mich nicht sehr gut
war wahrscheinlich noch nicht gut erholt vom
Straßenrennen, belegte mit fünf Sekunden Rückstand
wie am Vortag den zweiten Platz (20:17 Min) hinter
Christian Wilberger (20:12 Min) aus Österreich, den
ich noch vor einer Woche in München besiegen konnte,
Dritter wurde wie schon am Tag zuvor im
Straßenrennen sein Mannschaftskollege Schreiber.
Andy Walz 21:48 aus Reute wurde fünfter und Matthias
Schloss in 23:18 Achter und damit drittbester aus
dem Deutschen National Team."
Gesamtführung im Europacup
In der Gesamtwertung liegt Gottfried Müller jetzt
mit 56 Punkten vor Christian Wilberger mit 51
Punkten in Führung. Am kommenden Wochenende
verzichtet er auf den Europacup in der Slovakai -
die Mördertour wäre 15 Stunden im Auto zu sitzen,
nein Danke. Jetzt läuft die Vorbereitung auf die
Deutschen Straßenmeisterschaften nächstes Wochenende
(18./19. Juni in Weil am Rhein) und danach wird
Müller eine kleine Wettkampfpause einlegen, bevor es
am 16. und 17. Juli in Trier-Zewen mit der
Vorbereitung auf die Europameisterschaften Mitte
August in Holland weitergeht.
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02.06.2005
RADSPORT : Alles Müller, oder was?
AUGSBURG/MÜNCHEN. (wir) "Ich wundere mich selbst,
dass ich so gut in Form bin", sagte Gottfried Müller
nach dem Europacup-Auftakt der Handicap-Radfahrer in
München, bei dem der Konzer erneut die europäische
Elite düpiert hatte.
Bis auf die Tschechen mit Paralympics-Sieger Jiri
Jezek und die Spanier waren alle führenden
Radsportnationen beim Auftakt der Rennserie rund um
die Ruderregattastrecke in Oberschleißheim
versammelt. In beiden Disziplinen, dem Straßenrennen
über 70 km und dem 20 km langen Zeitfahren, war
Müller nicht zu schlagen.
Konzer distanziert die Konkurrenz
Das Straßenrennen gewann er im Sprint aus einer
großen Kopfgruppe heraus vor dem Franzosen Michael
Alcatide und den Österreicher Christian Wilberger.
Das Zeitfahren geriet zu einer wahren Demonstration
der Leistungsfähigkeit Müllers, distanzierte der
doch den Zweitplatzierten Wilberger um mehr als eine
halbe Minute und den Dritten, den Franzosen
Sebastien Serriere, sogar um deutlich mehr als zwei
Minuten. Der wie Müller für den RV Freiweg Serrig
startende Matthias Schloss kam auf die Plätze sieben
(Straßenrennen) und zwölf (Zeitfahren). Müller war
quasi direkt von der Bahn, wo kurz zuvor die
deutschen Meisterschaften stattgefunden hatten, nach
München gereist. Auf dem schnellen Holzoval von
Augsburg hatte sich der 45-Jährige sowohl im
1000-m-Zeitfahren als auch in der
4000-Meter-Einzelverfolgung deutlich durchgesetzt
und der nationalen Konkurrenz das Hinterrad gezeigt.
Die Verwunderung Müllers war nicht auf den Umstand
zurück zu führen, dass er sich in der Fugger-Stadt
die Meistertitel Nummer 35 und 36 gesichert hatte,
sondern auf seine Zeiten: "Ich war schneller als vor
den Paralympics in Athen", konstatierte er und die
Vorfreude auf die EM in Alkmaar ist schon spürbar.
Matthias Schloss sicherte sich in beiden Disziplinen
die Silbermedaille.
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RADSPORT : Bangen vor Athen
GIPPINGEN. (wir) Im Rahmen des Profi-Grand-Prix von
Gippingen (Schweiz) haben die Handicap-Radfahrer die
letzten Europacuprennen der Saison ausgetragen, die
fast allen Teilnehmern gleichzeitig als letzte
Standortbestimmung vor den Paralympics in Athen (17.
bis 28. September) dienten.
Am Start in Göppingen war auch der erfolgreichste
deutsche Handicap-Radsportler der vergangenen Jahre,
der für Serrig startende Gottfried Müller. Am
Straßenradrennen nahm der Serienmeister wegen einer
noch nicht ganz ausgeheilten Verletzung nicht teil,
"weil ich kein unnötiges Risiko eingehen wollte".
Beim Zeitfahren ging er an den Start, "weil ich dort
selbst die Spitzenbelastung steuern und mein Rennen
nach meiner Form gestalten kann". Müller startete
vorsichtig und gab erst Vollgas, als er merkte, dass
die Beine an diesem Tag gut waren. Seine Leistung
reichte trotz dieser Renneinteilung, um den Kampf
gegen die Uhr siegreich zu gestalten. Müller gewann
mit 15 Sekunden Vorsprung vor dem Österreicher
Christian Wilberger und weitere acht Sekunden vor
dem Dänen Sverd Christiansen. Wie gut die eigene
Form ist, lässt sich aus diesem Resultat aber nur
bedingt ablesen, weil "drei, vier sehr gute Europäer
gefehlt haben". Am kommenden Sonntag beginnt der
Countdown für die Paralympics mit der Reise ins
Trainingslager nach Forli (Italien). Am 11.
September geht es dann mit der Fähre weiter nach
Athen, wo vor Beginn der Wettbewerbe noch die
Möglichkeit besteht, sich mit den Besonderheiten der
Bahn anzufreunden. Vor seiner dritten Teilnahme an
den Spielen für Behinderte bedankt sich der
45-Jährige "bei allen, die mir geholfen haben, damit
ich mich optimal vorbereiten konnte".
Stellvertretend für viele andere nennt er seinen
Trainer Frank Ziegler vom Olympiastützpunkt
Rheinland-Pfalz/Saar und das Sanitätshaus Komed.
Informationen über Müller bietet die Homepage
www.gotty-mueller.de.
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Auf der
Straße und der Bahn in Athen dabei: Gottfried Müller
Foto: TV-Archiv/Harald Tittel |
Der paralympische Fluch
ATHEN/KONZ. "Athen, ich komme", steht auf der
Homepage von Gottfried Müller. Und in einem eigenen
Fenster zeigt der Countdown die Zeit bis zu seinem
ersten Start bei den Paralympics an, wo sich der
beste deutsche Handicap-Radfahrer endlich seinen
letzten großen Traum erfüllen will - eine Medaille
unter den fünf Ringen.
Es ist Müllers dritte Teilnahme an den Spielen für
Behinderte, drei vierte Plätze in Sydney und ein
sechster Rang in Atlanta waren in der Vergangenheit
seine Ausbeute. Immer dann, wenn Paralympics
anstanden, war der 45-Jährige, der für den RV
Freiweg Serrig startet, nicht in Topform. Entweder
durch Krankheit oder Verletzung gehandicapt, konnte
er ausgerechnet beim größten Sportereignis sein
Potenzial nicht abrufen. Ein Mal war er Weltmeister
(1998), drei Mal Europameister (1998) und hat
inzwischen in seiner einzigartigen Karriere 34
deutsche Titel gesammelt - sowohl auf der Straße,
als auch auf der Bahn ist Müller ein absoluter
Weltklassemann.
Aber vor den Paralympics scheint dem
Informationselektroniker das Pech anzuhaften. In der
Vorbereitung auf Athen absolvierte Müller mit dem
gesamten Nationalteam ein Trainingslager in Italien.
"Die ersten drei Tage verliefen super, ab dem
vierten Tag ging nichts mehr." Als er sich morgens
anzog, "war auf ein Mal der Rücken dicht".
Irgendetwas war eingeklemmt. Das größte Problem: Die
gesamte medizinische Abteilung des Radsportteams war
bereits in Athen, also blieb nur der Gang zu einem
ortsansässigen Orthopäden. "Gebracht hat es wenig,
er hat mir eine Spritze gesetzt, die aber nicht
geholfen hat." Also hieß es warten bis zur Ankunft
in Athen am Montag. "Unser Mannschaftsarzt und der
Physiotherapeut haben sich auf meinen Rücken
gekniet, dann hat es gekracht, und seitdem kann ich
mich wieder bewegen."
Dem ersten Test auf der Bahn am Dienstag stand damit
nichts mehr im Wege. "Es ist sehr windig, weil das
Velodrom offen ist", war die erste Erkenntnis. Die
zweite: "Bei den ersten drei Belastungen lief es
noch nicht so gut. Die vier Tage, in denen ich zum
Nichtstun verurteilt war, haben sich doch negativ
bemerkbar gemacht. Die beiden letzten Einheiten
waren schon viel besser." Bis zu seinem ersten Start
am Samstag in der Qualifikation der
4000-m-Einzelverfolgung hofft er, wieder in Bestform
zu sein.
In diesem Bahnwettbewerb rechnet sich der Konzer die
besten Chancen aus, aufs Treppchen steigen zu
können. "Erst einmal unter die besten Acht kommen,
dann sehen wir weiter", lautet die Zielsetzung. Eine
zweite Medaillenchance hat er gemeinsam mit Tobias
Graf (Freiburg) und Günter Brechtel (Stuttgart) im
Teamsprint. "Wir waren in Köln im Trainingslager,
dort wo sich auch die Olympiasieger Jens Fiedler,
Stefan Nimke und René Wolff vorbereitet haben. Das
muss doch ein gutes Omen sein." Die Aussichten, auf
der Straße nach Edelmetall zu greifen, sind durch
eine "merkwürdige Regeländerung" gesunken.
Straßenrennen und Einzelzeitfahren werden
zusammengefasst. Wer die niedrigste Platzziffer hat,
darf sich mit Gold dekorieren lassen. "Es sind
definitiv meine letzten Spiele", sagt Müller, und
deshalb lässt er sich auch von Verletzungen nicht
negativ beeinflussen. Wird er das Rennrad endgültig
in die Ecke stellen, wenn er sich in Athen seinen
großen Traum erfüllen kann? "Da muss ich erst mal
mit meiner Frau reden", lacht er, "aber im Ernst:
Ich glaube, ohne diese Quälerei kann ich nicht
leben."
Weitere Infos unter www.gotty-mueller.de
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PARALYMPICS: Hoffen auf die Staffel
ATHEN. (teu) Seine ersten beiden Medaillenhoffnungen
musste Jörg Trippen-Hilgers begraben. Der
sehbehinderte Leichtathlet wurde bei den Paralympics
im Weitsprung 13. und brach den Fünfkampf verletzt
ab. Edelmetall verpasste auch Radsportler Gottfried
Müller, der im Teamsprint wie in Athen auf Rang vier
landete.
"Da vorne ging total die Post ab. Das ist
unglaublich." Ein bisschen ungläubig registrierte
Jörg Trippen-Hilgers die Resultate des
Weitsprung-Wettbewerbs der Sehbehinderten der Klasse
F12 bei den Paralympics in Athen. Vier Springer
flogen sieben Meter und weiter. Für das
Sahnehäubchen sorgte Oleg Panyutin aus Aserbaidschan
mit dem Weltrekord von 7,25 Metern. Der Sechste
Matthias Schröder (Berlin) sprang mit 6,83 Metern
deutschen Rekord. Trippen-Hilgers vom SFG
Bernkastel-Kues belegte mit 6,37 Metern den 13.
Platz. Mehr als der verpasste Satz über die
6,50-Meter-Marke und damit die Chance, als
Finalteilnehmer drei weitere Versuche durchführen zu
können, machte dem 34-Jährigen eine beim letzten
Sprung erlittene Verletzung zu schaffen. "Ich habe
anscheinend den Fuß beim Absprung etwas nach außen
gedreht und dadurch die Innenbänder gezerrt",
erklärt er. Gestern konnte Trippen-Hilgers nur mit
einer schmerzstillenden Spritze zum Fünfkampf in der
Kategorie der besser Sehenden (F13) antreten. "Ich
hatte ein richtig gutes Gefühl für den Weitsprung",
sagt der Mann, der nach einer Augenerkrankung nur
noch über rund zwei Prozent Sehrest verfügt. Mit
6,09 Metern (in der F13 wird vom Brett statt aus
einer Zone abgesprungen) durfte sich der Masseur aus
Zell noch Hoffnungen auf eine vordere Platzierung
machen. "Aber die Betäubung hat nachgelassen und
wegen der Staffel habe ich lieber aufgehört. Wir
haben keinen Ersatzläufer", erklärt Trippen-Hilgers.
Noch eine Spritze wollte er sich nicht setzen
lassen. Nun hat Jörg Trippen-Hilgers die
Staffel-Vorläufe, die auf Samstag vorverlegt wurden,
im Visier. Mit der 4x100-Meter-Staffel rechnet er
sich Chancen auf seine dritte paralympische Medaille
nach 1996 in Atlanta und 2000 in Sydney aus.
Weiterhin auf paralympisches Edelmetall warten muss
der Konzer Radsportler Gottfried Müller. Mit Tobias
Graf und Günter Brechtel hatte er im Teamsprint über
750 Meter die drittbeste Zeit erzielt, durfte also
auf eine Bronzemedaille hoffen. Doch im Rennen gegen
Frankreich verpassten Müller & Co. das Ziel
Edelmetall um die Winzigkeit von einem Zehntel. Nun
setzt Müller auf die Entscheidungen auf der Straße.
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Nah dran an
der Weltspitze: Auch ohne Medaille habe er nicht allzu
viel Frust, sagte Radsportler Gottfried Müller (3. von
links) beim Paralympics-Empfang in Koblenz.
Foto: Holger Teusch |
Nicht nur Medaillen zählen
KOBLENZ. (teu) Die Paralympics sind nicht nur ein
Anhängsel der Olympischen Spiele. Dies verdeutlichte
der Medienrummel beim Empfang der
rheinland-pfälzischen Athen-Fahrer.
Als Favoritin war Dressurreiterin Hannelore Brenner
nach Griechenland gereist. Doch der Medaillentraum
schien ausgeträumt, als das Pferd der inkomplett
Querschnittsgelähmten, Fabiola, lahmte.
Kurzentschlossen stellte Teamkollegin Bianca Vogel
ihr Pferd zur Verfügung. "Es war ein komisches
Gefühl", sagte die Contergan-Geschädigte zu dem
Augenblick, als sie Brenner auf Roquefort sah.
Normalerweise dauere es Jahre, bis Pferd und Reiter
harmonisieren, aber Roquefort "lief so toll mit
Hanna, dass ich ein bisschen eifersüchtig wurde",
sagte Vogel. Brenner gewann auf Roquefort Silber.
Zusammenarbeit bringt Edelmetall
Geteiltes Edelmetall: Nur dank Vogels Vorarbeit habe
alles so geklappt. "Ein gut ausgebildetes Pferd ist
leicht zu reiten", sagte Brenner. Wenn die
41-Jährige an Fabiola denkt, kämpft sie mit den
Tränen. "Du wirst sie nicht wiedersehen", habe ihr
Sponsor unerklärlicherweise gesagt.
Mit ihren Teamkollegen feierte Brenner beim Empfang
des Behindertensportverbands Rheinland-Pfalz und
Lotto in Koblenz aber ein frohes Wiedersehen. Außer
Ministerpräsident Kurt Beck, der die zwölf
Athen-Fahrer in Mainz empfangen will, gaben sich
angeführt von Innenminister Walter Zuber Vertreter
der Politik und des rheinland-pfälzischen Sports die
Ehre. "Eine sportliche Geste, die in die Geschichte
eingehen wird", bewertete der Präsident des
Landessportbunds Rheinland-Pfalz, Egon Heberger, den
"Pferdeverleih von Athen".
"Allein die Teilnahme an den Paralympics ist ein
großartiger Erfolg", erklärte Zuber. Es gehe
natürlich um Medaillen, aber auch um die
Vorbildfunktion der Spitzen- für die
Breitensportler. "Wir wollen, dass behinderte
Menschen so normal wie möglich leben", sagte Zuber.
Sport zur Förderung des Selbstvertrauens gehöre
dazu.
Genauso wie Niederlagen zum Sport gehören.
"Enttäuscht ist man schon", sagte Jörg
Trippen-Hilgers zu seinem 13. Platz im Weitsprung.
Der Leichtathlet vom SFG Bernkastel-Kues will nun so
nach Peking durchstarten wie nach seiner
Sehnerverkrankung. Seine definitiv letzten
Paralympics hat dagegen Radsportler Gottfried Müller
hinter sich. "Es ist nicht so schlimm, wie man
vielleicht denkt", relativierte "Gotty" seinen
Frust. Zum dritten Mal hatte er in Athen eine
Medaille knapp verpasst. "Ich habe gegen die drei
Weltbesten verloren", sagte der 45-Jährige vom RV
Serrig.
Am Anfang seiner Karriere steht dagegen Sebastian
Junk. Der aus Trier stammende, sehbehinderte Judoka
wollte die Ehrung durch Zuber, die Vertreter der
Sportverbände und Lotto auf keinen Fall verpassen.
Deshalb setzte sich Junk von einer Klassenfahrt ab
und jettete via Stuttgart an den Rhein.
"Bronze gewinnt man nicht jedes Jahr", begründete
der 20-Jährige seine Aktion. Junk wollte den Scheck
über 1500 Euro selbst entgegen nehmen. "Mein Wunsch
für 2008 ist Gold", kündigt Junk an. Bei den mit
3969 Athleten aus 136 Nationen besetzten Athener
Spielen gewannen neben Brenner und Junk, Bianca
Vogel (Silber) und das Dressur-Team (Silber)
Medaillen.
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Sportler-Parade: Mit ihren selbst gemalten Flaggen
stellen sich die Athleten im Nitteler Olympiastadion
auf.
Foto: Karl-Peter Jochem |
Olympia an der Obermosel
NITTEL. (kpj) Drei Wochen vor Beginn der Olympischen
Spiele in Athen wurde die Olympiafahne an der
Obermosel gehisst. Als Höhepunkt der Projektwoche
"Olympia" der Grundschule wurde der Sportplatz in
eine olympischen Arena verwandelt und der "Erste
Pentathlon der Neuzeit" ausgerichtet.
Einmarsch der Nationen, olympischer Eid,
Nationalhymne, Wettkämpfe und Medaillen - was in
Athen erst in drei Wochen startet, wurde jetzt schon
in Nittel vorgemacht. Unter den Klängen des Te Deum
marschierten die "Athleten" mit selbst gemalten
"Länderflaggen" in die Arena ein. Vorneweg Sarah
Kerner, die Trägerin der olympischen Fackel.
Begeisterte Eltern winkten ihren Sprösslingen mit
bunten Olympiafähnchen zu. Stolz hissten die
Wettkämpfer die Fahne mit den fünf bunten Ringen.
Griechenland als Projekt-Thema
Der olympische Eid wurde anschließend in Deutsch und
Englisch vorgetragen. Doch bevor Rektor Franz-Jürgen
Mertens in die Rolle des IOC-Präsidenten Jacques
Rogge schlüpfte und den "Ersten Pentathlon der
Neuzeit im Stadion zu Nittel" eröffnete, zeigten die
Schüler noch die Ergebnisse der Projektwoche.
In zwölf Arbeitsgruppen befassten sich die Kinder
mit den Spielen und dem Gastgeberland Griechenland,
lernten Sirtaki und griechische Lieder, bastelten
die Akropolis, Mosaike und Tonkrüge mit griechischen
Ornamenten. Höhepunkt der Projektwoche war der
Besuch zweier waschechter Olympiateilnehmer. So
berichtete Hammerwerfer Edwin Klein von seinen
Wettkämpfen und der Enttäuschung über den
Olympia-Boykott 1980.
Begeistert waren die Kinder auch von Gottfried
Müller, der sich für die Teilnahme an den
diesjährigen Paralympics in Athen qualifiziert hat.
"Ein toller Sportler", sagte der zehnjährige
Benedikt und zählte mühelos alle Titel auf, die
Müller bisher gewonnen hat. "Er hat uns von seinem
Motorradunfall erzählt, bei dem er einen
Unterschenkel verloren hat und uns seine Prothese
gezeigt", sagte ein anderer Viertklässler und
ergänzte beeindruckt:
"Schon Wahnsinn, dass er mit seiner Behinderung
täglich rund 100 Kilometer Fahrrad fährt."
Fahrrad fahren stand nicht auf dem Programm der "Nitteler
Olympiade". Vielmehr traten die acht Klassen im
Diskuswurf, Stadionlauf, Speerwurf, Ringkampf und
Standweitsprung gegeneinander an.
Dabei stand nicht der unbedingte Siegeswille im
Vordergrund. "Wir wollen den Schülern vielmehr den
olympischen Gedanken des Fair Play und der
gegenseitigen Achtung näher bringen", sagte Rektor
Mertens. Klar, dass es für jeden Athleten auch eine
selbst gebastelte Medaille gab. Medaillen wünschten
die Nitteler Olympioniken auch ihrem Gast Gottfried
Müller. Natürlich keine selbst gebastelte, sondern
eine echte Goldmedaille
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Hoffnungsträger für Athen:
Der sehbehinderte Leichtathlet Jörg-Trippen-Hilgers,
Triathletin Jolle Franzmann und der
Unterschenkel-amputierte Radsportler Gottfried Müller
(von links) kämpfen um Medaillen. |
VERANSTALTUNG: Fünf Ringe in der Arena
TRIER. Athen kann kommen: Guten Mutes und voller
Hoffnung reisen zahlreiche rheinland-pfälzische
Athleten im Spätsommer zu Olympia und den
Paralympics. Sechs von ihnen stellten sich am
Dienstagabend in der Arena vor.
"Hier geht's nach Athen" steht auf dem Wegweiser in
der Trierer Arena. Wo sonst die VIPs von TBB und
"Miezen" bei gutem Essen die Spiele Revue passieren
lassen, ging es am Dienstagabend um die größten
Spiele im Leben eines Sportlers: Olympia und
Paralympics. "Wir haben in Trier zwar viel
Spitzensport, aber in Sachen Olympia haben wir
Nachholbedarf", erkannte Triers Sportdezernent Georg
Bernarding bei der Athen-Präsentation.
Müller sieht aus wie ein junger Gotti
Drei Um-ein-Haar-Athen-Fahrerinnen trainierten
gerade nur ein paar Meter weiter - nur der Traum der
deutschen Handball-Frauen hatte sich mit der
Nicht-Qualifikation im Dezember zerschlagen, so dass
die "Miezen" komplett trainieren können, während
andere in Athen um die Medaillen spielen. Dennoch
war die Region bei der vom Landessportbund
veranstalteten Präsentation gut vertreten - nicht
nur dort, wo die Prominenz aus Politik, Sport und
Wirtschaft Platz genommen hatte, sondern auch auf
der Bühne. Da war zum einen Triathletin Joelle
Franzmann, die bis Anfang 2004 noch für den PST
Trier startete, dann aber ins Saarland gewechselt
war. "Der Wechsel hat nichts mit dem Sportlichen zu
tun, sondern nur damit, dass ich in Saarbrücken lebe
und trainiere und deswegen kürzere Wege habe." Ihr
Trierer Mentor, "Ironman" Rainer Düro vom PST,
nickte anerkennend.
Aber da waren auch noch die beiden
Paralympics-Hoffnungen Jörg Trippen-Hilgers aus Zell
und Radsportler Gottfried "Gotti" Müller aus Konz -
der zum Frauenschwarm bei Franzmann sowie der
Trampolin-Turnerin Anna Dogonadse (Bad Kreuznach)
und der Stabhochspringerin Anastasia Ryshich
mutierte: "27, 29, 32" lauteten die Schätzungen, was
das Alter des Unterschenkel-amputierten Weltmeisters
betrafen. Müller grinste, druckste herum, ehe er zum
Erstaunen der drei Damen sein Alter nannte: 45. "Die
sind doch viel zu jung für sie", entgegnete
Moderator Hans E. Lorenz auf die beidseitig
ausgetauschten Blicke.
Trippen-Hilgers, der alle Wehwehchen und Krankheiten
rechtzeitig vor Olympia auskuriert hat, ist ebenso
optimistisch wie Franzmann und Müller, dass es in
Athen mit einer Medaille klappen kann. Sein einziges
Problem: Weitsprung und Fünfkampf sollen am selben
Tag stattfinden. "Vielleicht qualifizieren sich noch
ein paar aus meiner Schadensklasse für den
Fünfkampf, dann wird er vielleicht verlegt", meinte
der gelernte Masseur, der zudem hofft, dass sich die
Öffentlichkeit nicht nur während der Paralympics für
den Behindertensport interessiert: "Auch in den vier
Jahren dazwischen, bei EM oder WM, bringen wir
hervorragende Leistungen." Wie Müller ist Athen auch
für ihn die dritte Paralympics-Teilnahme. Beide
profitieren von der Förderung durch das
"Glücksspirale-Team" sowie die Sporthilfe
Rheinland-Pfalz. "Nicht-Behinderte und Behinderte
erhalten die gleiche Förderung. Da waren wir
Vorreiter in Deutschland", meinte Sportminister
Walter Zuber nicht ohne Stolz - und legte gleich
nach: "Wir sparen nicht an der
Spitzensport-Förderung. Vielleicht gibt es sogar
noch ein bisschen mehr."
Rund 20 Sportler aus dem Bereich des
Olympia-Stützpunkts Rheinland-Pfalz-Saarland werden
bei Olympia an den Start gehen, zwölf sind bislang
für die Paralympics qualifiziert. "Wir hoffen auf
ähnliche Erfolge wie 2000. Wir haben im Deutschen
Haus in Athen schon ein paar Abende gebucht, wo wir
richtig feiern wollen", meinte Steffen Oberst, der
Chef des Olympia-Stützpunkts. Und das will auch
Joelle Franzmann: "Bei den vergangenen
Weltmeisterschaften war ich erst Fünfte, dann Vierte
- nun soll es so weitergehen."
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Gottfried Müller
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AUGSBURG/BIBERBACH.
(wir) Selbst ein noch nicht in Bestform fahrender
Gottfried Müller ist für die nationale Konkurrenz
eine Nummer zu groß. Der Konzer qualifizierte sich
erneut für die Paralympics.
Der für den RV Freiweg Serrig startende
Handicap-Radfahrer gewann am vergangenen Wochenende
die deutschen Meisterschaften auf der Bahn und der
Straße, sicherte sich seine DM-Titel Nummer 31 bis
34 und steht an der Spitze des deutschen Aufgebots
für Paralympics in Athen. Zum Auftakt der
Wettbewerbe auf der Bahn in Augsburg konnte er im
1000-m-Zeitfahren eine neue persönliche Bestzeit
(1:16,03 Minuten) erzielen und gewann vor dem
Schweizer Roland Spahr und dem Österreicher Alfred
Kaiblinger.
In der 4000-m-Verfolgung zahlte sich eine Umstellung
der Übersetzung und damit auch der Trittfrequenz
nicht aus. "Mit dieser Zeit bin ich international
nicht konkurrenzfähig", merkte Müller aber kritisch
an, der im Hinblick auf Athen wieder auf die
bewährte Einstellung zurückgreifen wird. Zu schlagen
war er dennoch nicht. Er gewann auch den zweiten
Bahnwettbewerb mit riesigem Vorsprung vor Kaiblinger
und Spahr. Trotz dieser Triumphe ging der Konzer nur
gedämpft optimistisch in die Straßenwettbewerbe,
denn die Organisatoren hatten wegen
Absperrungsproblemen umdisponiert. Statt eines
normalen Zeitfahrens stand nun ein elf Kilometer
langes Bergzeitfahren auf dem Programm. "Ich hatte
mir gar keine Chancen in dieser Disziplin
ausgerechnet", gibt Müller im Nachhinein zu.
Mit Wut
im Bauch ging er in den ungeliebten Wettbewerb, fuhr
die bis zu zehn Prozent steile Strecke von Beginn an
am Anschlag und war im Ziel "total baff". Mit 23:13
Minuten erzielte er eine Zeit, die von keinem seiner
Konkurrenten auch nur annähernd erreicht wurde. Mit
mehr als drei Minuten Rückstand kam Andi Walz (RV
Reute) auf Rang zwei, Müllers Vereinskamerad
Matthias Schloß holte sich Bronze. Im Straßenrennen
machte der 45-Jährige dann den totalen Triumph
perfekt. Zur Hälfte des Rennens setzte er sich mit
einer Gruppe weniger schwer behinderter Fahrer ab,
die kurz vor Ende des Rennens sogar das gesamte Feld
überrundete. Müller landete einen ungefährdeten
Sieg.
Im Spurt der Verfolger sicherte sich Schloß den
zweiten Platz vor Walz.
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Der Traum von Athen
KONZ. (wir) Für den erfolgreichsten deutschen
Handicap-Radfahrer des letzten Jahrzehnts wird die
Zeit knapp - Gottfried Müller will noch eine
paralympische Medaille.
Gottfried Müller, der national Titel sammelte wie
kein anderer und auch auf internationalem Parkett
äußerst erfolgreich war, hat sich wie alle Sportler
zum Ziel gesetzt, noch ein Mal bei Olympia
(beziehungsweise den Paralympics) dabei zu sein und
"endlich die ersehnte Medaille" - die einzige, die
ihm noch in seiner Sammlung fehlt - zu erkämpfen.
Aber ausgerechnet vor den entscheidenden Wettkämpfen
am Wochenende, nach denen der Kader für die
Paralympics benannt wird, weiß der 45-Jährige nicht
so recht, wo er steht. Wegen einer langwierigen
Krankheit aus der letzten Saison - vor den
Europameisterschaften 2003 hatte er sich eine
Wadenverletzung zugezogen, die dann in einer
Thrombose mündete - hatten die Ärzte ihm bis zum
Ende des Jahres Trainingsverbot erteilt.
"Dadurch hinke ich in meiner Saisonplanung natürlich
hinterher", berichtet Müller, der erst im Januar mit
behutsamem Grundlagentraining beginnen konnte und
seit wenigen Wochen sein übliches Programm
absolvieren kann.
"Die ersten Saisonrennen sind mir ganz schön schwer
gefallen", gibt er zu. Allerdings maß er sich bei
seinen ersten Einsätzen auch mit "Fußgängern". Am
heutigen Donnerstag beginnt nun für Müller bei der
deutschen Olympia-Ausscheidung das "Unternehmen
Athen". In Augsburg sind zunächst drei
Bahnwettbewerbe über 1000 m, die 4000-m-Verfolgung
und der Team Sprint zu absolvieren. Am Samstag
stehen dann im Elzach-Tal im Schwarzwald die
Straßenwettbewerbe im Zeitfahren und das
Einer-Straßenrennen auf dem Programm. Unmittelbar
danach wird dann die Mannschaft bekannt gegeben, die
die deutschen Farben bei den Paralympics vom 17. bis
28. September vertreten wird. "Ich bin trotz der
holprigen Vorbereitung recht zuversichtlich", sagt
Müller, der seit Beginn des Jahres von der Gründung
des Teams "Glücksspirale" profitiert.
"Wir können jetzt die Olympiastützpunkte in Anspruch
nehmen", berichtet der Konzer, der jetzt regelmäßig
bei Frank Ziegler, dem Coach des
Heinrich-Heine-Gymnasiums in Kaiserslautern,
trainiert, der auch Ex-Weltmeister Jan van Eiden und
die Wittlicher Marco Jäger und Dominik Krone
trainiert.
In Augsburg gehen auch Müllers Vereinskollegen
Matthias Schloss und Josef Konrad (beide RV Freiweg
Serrig) an den Start. Der für Wittlich startende
Traben-Trarbacher Martin Fischer hat seine Laufbahn
wegen Verletzungsproblemen beendet.
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Liebe Sportlerinnen und Sportler,
ich freue mich Euch mitteilen zu dürfen, daß Ihr
durch das Nominierungskomitee des DBS für die
Teilnahme an den XII. Paralympischen Sommerspielen
2004 in Athen nominiert worden seid. Bei einigen
wenigen Sportlerinnen und Sportlern erfolgte die
Nominierung unter Vorbehalt, bis zur Vorlage eines
noch zu erbringenden Leistungsnachweises. Der
jeweilige Cheftrainer wird in diesem Fall mit Euch
in Verbindung setzen.
In den nächsten Tagen gehen Euch weitere
Informationen zu den Paralympischen Spielen zu. Dazu
wird auch die Freistellungsbescheinigung zur Vorlage
beim Arbeitgeber gehören.
Vorerst darf ich Euch bitten, - zum wiederholten Mal
- eine Athletenbiographie auszufüllen. Dieses
Formblatt ist den Verbänden vor wenigen Tagen durch
den Ausrichter der Paralympischen Spiele zugegangen
und dient der Weitergabe an Journalisten und
sonstige Medienvertreter vor Ort. Da die
DBS-Geschäftsstelle nicht über ausreichend Personal
verfügt, um über 200 Fomulare auszufüllen, darf ich
Euch um Bearbeitung und um Rücksendung an die
DBS-Geschäftsstelle möglichst in digitaler Form bis
zum 31. Mai bitten. Die Antworten sollten
selbstverständlich in englischer Sprache erfolgen.
Ich möchte diese Gelegenheit nutzen und abschließend
auf den voraussichtlichen Termin für die Ausgabe der
Mannschaftsbekleidung am 13.-15. August hinweisen.
Die Ausgabe findet wie vor vier Jahren in Mainz
statt. Hierzu geht Euch noch eine gesonderte
Einladung zu.
Einstweilen bitte ich um Rücksendung der Biographie
bis zum 31. Mai und verbleibe mit freundlichen
Grüßen
F.-T. Hartleb
Frank-Thomas Hartleb
Sportdirektor - Director of Sports
Deutscher Behindertensportverband e.V. - National
Paralympic Committee Germany
Friedrich-Alfred-Str. 10; 47055 Duisburg; Germany
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Martin
Fischer (2. v.l.) gehört zwar noch zum
Glücksspirale-Team der rheinland-pfälzischen
Paralympics-Kandidaten, wegen einer Verletzung des
33-Jährigen werden Gottfried Müller (links), Jörg
Trippen-Hilgers (2. v.r.) und Sebastian Junk (rechts)
als einzige Handicap-Sportler aus der Region Trier in
Athen auf Medaillenjagd gehen.Foto: Holger Teusch
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09.03.2004
BEHINDERTENSPORT :
Tragischer Held Martin Fischer
Landesweite
Sportlerehrung -
25 000 Euro für Paralympics-Team - Müller und
Trippen-Hilgers in guter Form
KOBLENZ. (teu) Bei der Sportlerehrung des
rheinland-pfälzischen Behindertensportverbandes
gaben die Paralympics-Kandidaten aus dem Bezirk
Trier einen Ausblick auf die Saison.
Es war schon etwas kurios: Gottfried Müller war der
einzige Paralympics-Kandidat aus der Region Trier,
der in Koblenz vom Behindertensportverband
Rheinland-Pfalz (BSV) für Erfolge im Wettkampfjahr
2003 geehrt wurde.
Mit vier deutschen Meistertiteln und zwei
Europacup-Siegen war der 44-Jährige vom RV "Frei
Weg" Serrig einer der erfolgreichsten BSV-Athleten.
Nicht anwesend waren mit Annelise Povh (KV Saartal)
und Klaus Weiher (BSG Post-Sport-Telekom Trier) zwei
deutsche Meister im Kegeln.
Mit der Unterstützung von weiteren 25 000 Euro, die
der Vorsitzende des Sportbunds Rheinland, Hermann
Höfer, als Vorsitzender der
Gesellschafterversammlung von Lotto Rheinland-Pfalz
dem BSV-Vorsitzenden Hagen Herwig (Bernkastel-Kues)
überreichte, geht Müller optimistisch in die
paralympische Saison. Zehn Wochen musste der
44-Jährige Ende vergangenen Jahres wegen einer
Thrombose mit dem Training aussetzen. "Die Pause hat
mir gut getan. Ich habe einen Leistungstest gemacht
und der war so gut, wie noch nie so früh in der
Saison", berichtete der unterschenkelamputierte
Zeitfahr-Weltmeister von 1998.
Nicht mehr mit dabei im von Lotto unterstützten so
genannten Glücksspiraleteam für Athen ist dagegen
Martin Fischer.
Den ebenfalls unterschenkelamputierten Radfahrer aus
Enkirch hindern starke Knieschmerzen (im nicht
amputierten Bein) am Training. "Ich kann immer noch
Rad fahren, aber nicht so viel, dass es für Athen
reicht", sagte der 33-Jährige vom RSC "Stahlross"
Wittlich. Bedingt durch eine Schiefstellung der
Kniescheibe habe sich eine Arthrose gebildet. Vom
Leistungssport rieten die Ärzte ab: "Ich habe nur
ein gesundes Bein und muss aufpassen, dass das so
bleibt", erklärte der Familienvater.
Wie Müller in guter Form fühlt sich dagegen auch
Jörg Trippen-Hilgers: "Im Trainingslager in Kienbaum
ist es schon fast beängstigend gut gelaufen",
berichtete der sehbehinderte Leichtathlet vom SFG
Bernkastel-Kues. Ein Trainingsprung sei so weit
gewesen, dass es bei den Paralympics für eine
Medaille gelangt hätte. Die konkrete Weite wollte
der 33-Jährige aber nicht offen legen. Obwohl
Trippen-Hilgers die internationale Athen-Norm im
Fünfkampf erfüllt hat, möchte er im Weitsprung
starten. Wegen des Zeitplans kommt ein Doppelstart
nicht in Betracht.
Noch um sein Athen-Ticket zittern muss Sebastian
Junk. "Ich habe die internationale Norm erfüllt.
Jetzt hängt alles am DBS ( Anm.: Deutscher
Behinderten-Verband ), der die nationale Norm höher
gesetzt hat", erklärte der aus Trier stammende
sehbehinderte Judoka.
Diese Hochleistungssportler seien Beispiele für alle
Behinderte, was man trotz eines Handicaps alles
leisten könne. Deshalb würden in Rheinland-Pfalz die
Paralympics-Kandidaten genauso gefördert wie
Olympiateilnehmer, sagte Ministerialdirigent
Franz-Josef Kemper. Dieser Sinneswandel habe sich
erst in den letzten Jahren vollzogen: "Wenn ich mich
an die Diskussionen vor zehn, 15 Jahren erinnere, da
haben selbst die Präsidenten der
Behindertensportverbände Leistungssport reserviert
gegenüber gestanden."
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Stellungnahme zum Interview im TV vom 17.01.04
„ So macht sich der Behindertensport kaputt "
Ich möchte an dieser Stelle folgendes richtig- bzw.
klarstellen.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Die von mir im
Interview geäußerte Kritik bezog sich nicht auf
Funktionäre im DBS oder gar des Behinderten
Sportverbandes Rheinland-Pfalz sondern war an die
Adresse des IPC ( International Paralympic Comite )
gerichtet, die diese für uns Sportler nicht
nachvollziehbaren Regeländerungen und
Klassenzusammenlegungen vom Schreibtisch aus
entschieden haben. Da in dem Interview nur „ Der
Verband o. die Verbände„ und nicht das IPC stand
konnte der Leser den Eindruck gewinnen das hier der
Rheinland-Pfälzische Behinderten Sportverband oder
der DBS kritisiert wurden.
Ich möchte hier ausdrücklich auf die sehr gute
Zusammenarbeit und Unterstützung des BSV -
Rheinland-Pfalz, des LSB, des OSP und des
Glückspirale Teams hinweisen.
Seit den letzten Paralympics in Sydney 2000 wurde
erreicht das wir Handicap-Sportler wie die „Normalen
„ Sportler die Olympiastützpunkte uneingeschränkt
nutzen können, das wir die selbe Regelförderung
durch das Glückspirale Team erhalten und wir uns
nicht mehr als Spitzensportler zweiter Klasse fühlen
müssen denn Rheinland-Pfalz ist mittlerweile
Vorreiter in Deutschland.
Ich möchte mich hiermit bei den Verbänden und
Funktionären für die entstandenen Unklarheiten und
Irritationen durch dieses Interview entschuldigen.
Gottfried Müller
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09.02.2004
Start in die Paralympics-Saison Athen 2004
Hallo Leute,
Am 5. Februar war ich zum zweiten Leistungstest in
der Sportmedizin der Uniklinik Freiburg wo ich eine
Leistungs-Ergometrie absolvierte.
Bei meinem letzten Test Anfang Dezember erreichte
ich nach längerer Verletzung 330 Watt im Ergometer
Stufentest auf dem Schoberer Meßsystem. Man beginnt
bei dem Test mit 100 Watt die dann alle drei Minuten
um 20 Watt erhöht wird und man fährt mit einer
Trittfrequenz von 100U/min solange bis man auf dem
Zahnfleisch geht oder vom Rad fällt.
Das Testergebnis bei dem jetzigen Test ist sehr viel
versprechend verlaufen, ich konnte meine Leistung um
30 Watt auf 360 Watt steigern. In der Vergangenheit
konnte ich zu so einem frühen Saison Zeitpunkt diese
Leistung bisher nicht erreichen. Es zeigt mir das
ich mit meiner Vorbereitung auf mein großes Ziel
„Athen „ im optimalen Bereich liege.
Am 20. Februar geht’s für 10 Tage ab ins
Trainingslager nach Mallorca zum Grundlagen
Trainingslager wo wir Trainingseinheiten bis zu 7
Stunden fahren werden. Im letzten Jahr schaffte ich
in 9 Trainingstagen fast 1200 km.
Ich hoffe Ihr habt hier zu Hause einigermaßen
schönes Wetter, bis bald.
Gotty Müller
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Ob sie auch in Athen auf Medaillen beißen dürfen? Die
Paralympics-Teilnehmer Martin Fischer, Jörg
Trippen-Hilgers und Gottfried Müller müssen noch um ihre
Nominierung für die Paralympics bangen.Fotos: Björn
Pazen |
16.01.2004
TV -INTERVIEW :
"So macht sich der Behindertensport kaputt"
Die Paralympics-Kandidaten Jörg Trippen-Hilgers,
Gottfried Müller und Martin Fischer kritisieren
Verbände und Funktionäre
TRIER. Athen 2004 - davon träumen weltweit viele
Sportler. Beim Gedanken an Olympia geraten die
Behindertensportler und die Paralympics schnell in
Vergessenheit.
Das TV hat mit den heimischen Kandidaten Jörg
Trippen-Hilgers, Gottfried Müller und Martin Fischer
über die Chancen, aber auch über die Probleme des
Saisonhöhepunkts gesprochen.
Zwei Unterschenkel-amputierte Radsportler (Gottfried
Müller und Martin Fischer) und ein sehbehinderter
Leichtathlet (Jörg Trippen-Hilgers), ein Trio, das
schon 2000 in Sydney am Start war - das sind die
regionalen Hoffnungsträger für die Paralympics im
September in Athen. Alle drei müssen noch um ihre
Nominierung zittern, alle drei kritisieren im TV
-Interview die Qualifizierungs-Richtlinien und
andere Absurditäten der Verbände, und alle drei
haben eine eher von Verletzungen geprägte Saison
hinter sich.
| Wie ist bei Ihnen die vergangene Saison
gelaufen?
Müller: Nicht so toll. Eine Thrombose kostete
mich den Start bei der EM, nachdem ich zuvor in
Topform war. Im Training war ich schneller als der
spätere Europameister, aber das zählt nicht. Ich
hätte wohl fünf EM-Medaillen gewonnen und dafür
hätte es sogar Geld gegeben. Aber seit Dezember kann
ich wieder voll trainieren.
Fischer: Bei mir war es ähnlich. Zunächst
stoppte mich eine Bronchitis, später hatte ich eine
Schleimbeutelentzündung an meinem Beinstumpf, musste
sieben Wochen pausieren. Dennoch konnte ich bei der
EM starten. Beim Zeitfahren wurde ich Achter, beim
Straßenrennen setzte sich meine Pechsträhne fort:
Ich bekam Probleme mit meiner Prothese und musste
aussteigen. Jetzt bin ich fit.
Trippen-Hilgers: Im Training war ich
Weltklasse, im Wettkampf Kreisklasse. Nachdem ich
fast zwei Jahre lang verletzt oder krank war, lief
es 2003 besser. Ich erreichte bei der WM einen
Startplatz für Deutschland im Fünfkampf, weiß aber
noch nicht, ob ich ihn erhalten werde. Im Weitsprung
habe ich die Norm des Veranstalters, aber nicht die
unseres Verbandes geschafft. Bei der DM sprang ich
am weitesten, wurde wegen der neu zusammengestellten
Klassen aber nur Achter.
| Sie sprechen es an: Viele Behindertensportler sind
sauer über die neuen Wettkampfklassen, die auch für
die Paralympics-Nominierung entscheidend sind. Was
heißt das für Sie?
Trippen-Hilgers: Bei uns Leichtathleten
werden Äpfel mit Birnen verglichen. Nicht der
gewinnt, der am weitesten springt, sondern der mit
dem besten Koeffizienten. Als Maßstab wird der
Weltrekord und das Paralympics-Sieg-Ergebnis der
jeweiligen Schadensklassen genommen. Nach diesem
komplizierten Punktesystem wird dann der Sieger
ermittelt. Da springen Amputierte, Spastiker und
Sehbehinderte gegeneinander. In einigen Klassen, wo
der Weltrekord sehr niedrig ist und bei denen in
Sydney nur wenige Starter waren, ist es viel
einfacher, auf eine hohe Punktzahl zu kommen. Diese
Zusammenlegung der Klassen ist schädlich für den
Behindertensport, der Zuschauer sieht nicht, wer
gewonnen hat, das wird erst ausgerechnet.
| Gibt es ähnliche Probleme auch im Radsport?
Müller: Auch bei uns werden Schadensklassen
zusammengelegt, auch bei uns kann es sein, dass der
derjenige, der als Erster ins Ziel kommt, nicht
gewonnen hat. Viel schlimmer ist aber der knallharte
Qualifikationsmodus. Da zählt nicht etwa
Kontinuität, da wird nur auf Medaillen geschaut.
| Was heißt das genau?
Müller: Auch dadurch, dass ich nicht bei der
EM startete und Martin verletzt war, erreichte
Deutschland ein schlechteres Mannschaftsresultat.
Dadurch wurde die Zahl der Startplätze für Athen von
15 auf 13 reduziert. Und erstmals werden die
Handybiker in diese Mannschaft hineingerechnet. Da
sechs Handybiker Medaillenchancen haben, werden sie
wohl gesetzt. Da bleiben nur noch sieben Plätze.
Obwohl ich derzeit Weltranglistenzweiter bin, heißt
das noch nicht, dass ich dabei bin. Mein Vorteil
ist, dass ich im Bahnvierer gebraucht werde und
gleichzeitig auf der Straße stark bin. Nach Sydney
wurde gesagt, man solle sich spezialisieren, was
Martin als Straßenfahrer auch tat. Vielleicht findet
Athen ohne ihn statt, denn nun sind Allrounder
gefragt, aber nur solche mit Medaillenchancen.
Fischer: Ich bin zwischen Hoffen und Bangen.
Wenn die vergangenen Erfolge berücksichtigt werden,
habe ich vielleicht eine Chance, aber im Endeffekt
läuft alles darauf hinaus, ob man eine
Medaillenchance hat oder nicht - allein wegen der
Förderung. Ich hoffe, dass mit offenen Karten
gespielt wird und dass ich rechtzeitig erfahre, ob
man mit mir plant.
Müller: Was die Förderung betrifft, ist es
derzeit so: Der Verband unterstützt
Medaillenkandidaten, um sie semiprofessionell
trainieren zu lassen. Man muss aber vorher Vollzeit
gearbeitet haben, damit der Verband die Differenz
zahlt, wenn man nur noch Teilzeit arbeitet, um mehr
zu trainieren. Viele Sportler sind aber vorher schon
auf eine Teilzeitstelle gewechselt, die schauen nun
in die Röhre, weil sie das Kriterium Vollzeit nicht
erfüllen und somit nicht so gefördert werden.
Trippen-Hilgers: Der Medaillenspiegel ist das
Ein und Alles. Wenn du Fünfter wirst, darfst du dich
noch nicht einmal öffentlich freuen. Ohne Medaille
fliegst du aus dem A-Kader. Wir Athleten wollten
eigene Kaderkriterien festlegen, das wurde vom
Verband aber abgeschmettert. Wenn du bei einer EM
Zweiter wirst und in deiner Klasse nicht viele
Teilnehmer waren, fliegst du schon aus dem
A-Förder-Kader. Und für einen fünften Platz gibt es
keinen Blumentopf. Das sind alles Schnellschüsse vom
Verband, weil der Fördertopf nicht mehr so voll ist.
Da ist es sehr gut, dass wir alle vom
Glücksspirale-Team finanziell unterstützt werden,
sonst wären zum Beispiel einige Trainingslager für
Athen unmöglich.
| Also liegt die Hauptschuld bei den
Funktionären?
Müller: Die Paralympics sollen komprimiert
werden, weil man so angeblich zuschauerfreundlicher
würde. Bei 4000 Athleten soll Schluss sein. Aber es
kommen immer mehr Sportarten hinzu. Also werden
Schadensklassen, die überhaupt nichts miteinander zu
tun haben, zusammengelegt, werden Disziplinen
gestrichen.
Trippen-Hilgers: Wenn es so weiter geht,
macht sich der Behindertensport selbst kaputt. Alles
wird am Schreibtisch entschieden, die Athleten
werden nicht gefragt.
Müller: Wenn man es krass ausdrücken will,
sind die Funktionäre behindert.
Trippen-Hilgers: Die Funktionäre erwarten von
uns Professionalität, leben aber keine vor.
Müller: Manchmal kommt man sich verarscht vor
und man fragt sich, warum man sich das antut, 20 000
Kilometer pro Jahr im Sattel sitzt und auf eigene
Kosten zu den Europapokalrennen fährt.
| Zurück zu Athen. Wie sieht Ihre Vorbereitung aus?
Trippen-Hilgers: Das entscheidende Wochenende
ist der 13. und 14. Mai. Da findet die zentrale
Ausscheidung statt. Wenn du dann verletzt bist, hast
du Pech gehabt. Bis dahin muss ich wohl oder übel,
weil ich kaum etwas sehe, auch an Hallen-Wettkämpfen
teilnehmen. Dann steht ein zweiwöchiges
Trainingslager an, nach der Qualifikation im Mai
gibt es für das Paralympics-Team noch ein
Trainingslager. Im Juni und Juli folgt dann der
gezielte Leistungsaufbau für Athen.
| Rennen in Serrig, Geld von der Glücksspirale
Müller: Im Februar reisen Martin und ich zum
Training nach Mallorca, dann geht es in ein
Bahn-Trainingslager und im Mai wird für Athen
nominiert, ohne dass es vorher einen Wettkampf gab.
Wir wollen daher am 8. Mai in Serrig ein Rennen
organisieren, an dem alle deutschen Athen-Kandidaten
teilnehmen, dann hat der Bundestrainer einen
besseren Überblick über den Leistungsstand.
| Sie alle waren in Sydney bereits am Start, sind
seit Jahren erfolgreich. Hat sich etwas an der
Außenwirkung und der Akzeptanz des Behindertensports
geändert?
Müller: Am besten sieht man es an der
Unterstützung in Rheinland-Pfalz. Früher startete
ich für einen Verein in Bayern, weil es hier keinen
Klub gab. Heute werden die Paralympics-Kandidaten im
Land genauso gefördert wie die Olympia-Aspiranten.
Rheinland-Pfalz ist mittlerweile Vorreiter in
Deutschland.
Trippen-Hilgers: Wir sind als Team Athen in
der Regelförderung, erhalten zusätzlich Geld aus dem
Glücksspirale-Team-Topf. Man rennt mittlerweile
offene Türen ein. Es ist schon viel passiert, aber
wenn man dann von den eigenen Funktionären auf
nationaler und internationaler Ebene Knüppel
zwischen die Beine geworfen bekommt, ist es
deprimierend.
Mit Jörg Trippen-Hilgers, Gottfried Müller und
Martin Fischer sprach TV-Redakteur Björn Pazen.
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Die vier
Handicapsportler aus dem Bezirk Trier im Team
Rheinland-Pfalz/Saarland für die Paralympics 2004 in
Athen bei der Präsentation als "GlücksSpirale-Team" beim
Hauptsponsor Lotto in Koblenz: von links Jörg
Trippen-Hilfers (SFG Bernkastel-Kues), Gottfried Müller
(RV "Frei Weg" Serrig), Sebastian Junk (Trier), Martin
Fischer (RSC "Stahlross" Wittlich).Foto: Holger Teus
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03.11.2003
BEHINDERTENSPORT:
Meilenstein der Gleichberechtigung
"Glücksspirale-Team" aus Rheinland-Pfalz und dem
Saarland
bereitet sich auf Athen 2004 vor
KOBLENZ. (teu) Während der letzten
Vorbereitungsmonate auf die Olympischen Spiele in
Athen erhalten behinderte und nichtbehinderte
Spitzensportler aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland
die gleiche Förderung.
Was sind angesichts der Millionenbeträge, die auf
die Konten von Michael Schumacher, Dirk Nowitzki
oder Oliver Kahn fließen, schon 50 000 Euro? Für
zehn Sportler aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland
ist diese Summe ein Meilenstein auf dem Weg zur
Gleichberechtigung. Erstmals erhalten behinderte
Paralympics-Kandidaten bei der Vorbereitung auf
Olympia die gleiche Förderung wie nichtbehinderte.
In diesem und im nächsten Jahr stehen jeweils 25 000
Euro zur Verfügung. Die Sporthilfe
Rheinland-Pfalz/Saarland verteilt das Geld in Form
von Prämien für Meisterschaftserfolge und Zuschüsse
für Geräte und Trainingslager.
Davon profitieren auch die unterschenkelamputierten
Radfahrer Martin Fischer vom RSC "Stahlross"
Wittlich und Gottfried Müller vom RV "Frei Weg"
Serrig sowie die sehbehinderten Sebastian Junk aus
Trier (Judo) und Jörg Trippen-Hilgers vom SFG
Bernkastel-Kues (Weitsprung und Fünfkampf), die sich
im so genannten "Glücksspirale-Team" auf den Weg
nach Athen machen.
"Ich freue mich, dass wir endliche Gleichwertigkeit
im Sport haben", sagte Walter Zuber bei der
Präsentation der Mannschaft beim Hauptsponsor Lotto
in Koblenz. Der Trainingsaufwand der behinderten
Sportler sei mindestens genauso groß wie bei
nichtbehinderten, argumentierte der
rheinland-pfälzische Innenminister.
"Wir Sportler müssen uns bei allen bedanken, die uns
helfen", sagte Jörg Trippen-Hilgers. Der
Weitsprung-Bronzemedaillen-Gewinner von Sydney, der
nur noch über zwei Prozent Seh-Rest verfügt, gab
1998 den Anstoß für die jetzigen Fördermaßnahmen.
Der Masseur wollte während der Vorbreitung auf
Olympia 2000 nur halbtags arbeiten und bat die
rheinland-pfälzischen Sporthilfe um Unterstützung.
"Bei Walter Zuber haben wir keine offenen Türen
eingerannt, sondern vorgefunden", berichtete
Sporthilfe-Präsident Egon Heberger von der
Begeisterung des Ministers.
"Jemand hat einmal gesagt, das sei die nobelste Form
des Sports. Am Behindertensport werden wir nicht
sparen", versprach Lotto-Geschäftsführer Hans-Peter
Schössler. Zwar haben erst drei der zehn Sportler
das Athen-Ticket sicher in der Tasche, für die
übrigen (darunter die vier Kandidaten aus dem Bezirk
Trier) sind die Aussichten aber gut.
Die erhoffte Vorbildfunktion wird das
"Glücksspirale-Team" aber auf jeden Fall erfüllen,
denn jeder wird sein Bestes geben, um in Athen mit
dabei zu sein, wenn es beim Einmarsch der Nationen
"eiskalt den Buckel 'runter läuft", wie Martin
Fischer von den Paralympics im Jahr 2000 in Sydney
berichtete.
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Präsentation des bisher zehnköpfigen "GlücksSpiralen-Teams"
für die Paralympics 2004 in Athen bei LOTTO
Rheinland-Pfalz in Koblenz. Foto: Richard Frey
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31. Oktober 2003
Präsentation des „GlücksSpirale-Teams“
Zwei Rheinland-Pfälzer bereits für
Paralympics 2004 qualifiziert
MAINZ. Der Countdown läuft. In gut zehn Monaten
starten die Paralympics 2004 in Athen. Auch einige
Rheinland-Pfälzer haben beste Chancen, beim größten
Sportereignis der behinderten Sportler dabei zu
sein. Am Freitagmorgen wurden die Spitzenathletinnen
und –athleten in Anwesenheit von Sportminister
Walter Zuber bei Hauptsponsor Lotto Rheinland-Pfalz
präsentiert und neu eingekleidet.
„GlücksSpirale-Team“, so heißt der Kreis, der sich
auf die Paralympischen Spiele in der griechischen
Metropole vorbereitet. Eine gemeinsame Initiative
von Lotto Rheinland-Pfalz, des Landessportbundes,
der Stiftung Sporthilfe und des Olympiastützpunktes
Rheinland-Pfalz/Saarland. „Auch wenn für viele noch
die Qualifikation ansteht, bin ich mir sicher, dass
wir in Athen wieder ein schlagkräftiges Team stellen
können – ähnlich wie vor drei Jahren in Sydney“, ist
Egon Heberger, Präsident der Sporthilfe,
optimistisch. Zwei sind bereits qualifiziert: die
Rugby-Spieler Jörg Holzem und Klaus Heimermann
(beide RSG Koblenz). „Weitere werden in den nächsten
Monaten folgen“, ist Heberger sicher.
„Ich bin
heute sehr gerne hierher gekommen, um das besondere
Interesse zu unterstreichen, das die Landesregierung
und ich persönlich dem Behindertensport in
Rheinland-Pfalz entgegenbringen“, betonte Minister
Zuber. Dank des Engagements von Lotto
Rheinland-Pfalz stehen in diesem und im kommenden
Jahr 25.000 Euro für das „GlücksSpirale-Team“ zur
Verfügung.
Darüber freuen sich neben den Sportlern auch Hagen
Herwig, Vorsitzender des Behindertensport-Verbandes
Rheinland-Pfalz. Und: „Damit werden die Teilnehmer
der Paralympics im gleichen Rahmen wie die nicht
behinderten Spitzensportlerinnen und -sportler durch
die Sporthilfe unterstützt“, erklärten Zuber und
LSB-Hauptgeschäftsführer Lothar Westram unisono.
Zuber verwies darauf, dass er frühzeitig im Vorstand
der Sporthilfe dafür eingetreten sei, die
behinderten Leistungssportler den nicht behinderten
gleichzustellen.
Für Lotto Rheinland-Pfalz ist die Unterstützung der
Paralympics-Kandidaten eine Herzensangelegenheit.
Lotto-Geschäftsführer Hans-Peter Schössler: „Dass
jetzt auch noch diese Top-Athleten als ‚GlücksSpirale-Team’
an den Paralympics in Athen teilnehmen, ist ein
großer Gewinn und eine Ehre für die GlücksSpirale.
Wir als Unternehmen sind sehr stolz darauf.“
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"GlücksSpirale-Team" stellte sich vor
„GlücksSpirale-Team“, so heißt der Kreis, der sich
auf die Paralympischen Spiele in der griechischen
Metropole vorbereitet. Eine gemeinsame Initiative
von Lotto Rheinland-Pfalz, des Landessportbundes,
der Stiftung Sporthilfe und des Olympiastützpunktes
Rheinland-Pfalz/Saarland. „Das Unternehmen Lotto
Rheinland-Pfalz will damit seinen besondere
Verbundenheit zu den behinderten Sportlern des
Landes Rheinland-Pfalz demonstrieren“, brachte es
Lotto-Geschäftsführer Hans-Peter Schössler auf den
Punkt – und ergänzte: „Mit dem langjährigen
Engagement beim Behindertensportverband
Rheinland-Pfalz würdigt unser Unternehmen die
wichtige Arbeit in diesem Bereich.“
Der Sporthilfe-Präsident Egon Heberger pflichtete
ihm bei: „Auch wenn für viele noch die Qualifikation
ansteht, bin ich mir sicher, dass wir in Athen mit
Hilfe von Lotto wieder ein schlafkräftiges Team
stellen können – ähnlich wie vor drei Jahren in
Sydney“, ist Egon Heberger, Präsident der
Sporthilfe, optimistisch. Zwei sind bereits
qualifiziert: Die Rugby-Spieler Jörg Holzem und
Klaus Heimermann (bei RSG Koblenz). „Weitere werden
in den nächsten Monaten folgen“, ist Heberger
sicher. Minister Walter Zuber betonte: „Ich bin sehr
gerne gekommen, um das besondere Interesse zu
unterstreichen, das die Landesregierung und ich
persönlich dem Behindertensport in Rheinland-Pfalz
entgegenbringen.“
Dank des Engagements von Lotto Rheinland-Pfalz
stehen in diesem und im kommenden Jahr 25.000 Euro
für das „GlücksSpirale-Team“ zur Verfügung. Darüber
freuen sich neben den Sportlern auch Hagen Herwig,
Vorsitzender des Behindertensport-Verbandes
Rheinland-Pfalz. „Damit werden die Teilnehmer der
Paralympics im gleichen Rahmen wie die nicht
behinderten Spitzelnsportler/Innen durch die
Sporthilfe unterstützt“, erklärten Zuber und
LSB-Hauptgeschäftsführer Lothar Westram.
Die Lotterie „GlücksSpirale“ ist genau der richtige
Partner für das Paralympics-Team.
1970 wurde die GlücksSpirale unter dem Namen
„Olympialotterie“ zugunsten der olympischen Spiele
1972 in München ins Leben gerufen. Seitdem, also
seit über 30 Jahren dreht sich die GlücksSpirale
erfolgreich unter anderem für den Sport.
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RADSPORT : Da waren's noch drei
Müller sagt EM ab - Konrad, Schloss und Fischer
dabei
TRIER. Der Höhepunkt der diesjährigen Saison, die
Europameisterschaft der Handicap-Radfahrer, findet
ohne Gottfried Müller statt.
Der Serriger, der bei der letzten EM in Zürich fünf
Medaillen gewonnen hatte, war für die in Prag (Bahn)
und Teplice (Straße) stattfindenden Titelkämpfe für
alle fünf Wettbewerbe nominiert worden. Nachdem er
die ersten Medaillenträume schon ad acta legen
musste, weil sein Sprintkollege Günter Brechtel, mit
dem er Titelverteidiger war, wegen eines
Trainingssturzes (Schädelbruch) die Saison vorzeitig
beenden musste, kam wenige Tage später auch für ihn
das Aus. Wegen starker Wadenschmerzen - zwei
geplante Rennen hatte er deshalb abgesagt - suchte
er einen Arzt auf.
Die
niederschmetternde Diagnose: Thrombose. "Zwei bis
drei Monate darf ich nicht trainieren und natürlich
auch keine Rennen fahren", berichtet Müller, der
zunächst arg enttäuscht war: "19 000 Kilometer auf
dem Rad waren für die Katz." Kurze Zeit später
blickt der seit Jahren beste und erfolgreichste
Handicap-Radfahrer aber schon wieder nach vorne:
"Ich werde die Geschichte jetzt richtig ausheilen
lassen und steige nach der Gesundung dann sofort in
die Vorbereitung auf die Paralympics 2004 in Athen
ein, wo ich meinen großen Traum verwirklichen will,
eine olympische Medaille zu gewinnen."
Bis dahin heißt es für Müller abwarten und bei der
am Sonntag beginnenden EM den übrigen drei Startern
aus der Region die Daumen zu drücken. Erstmals hatte
sich ein Quartett heimischer Radfahrer für ein
internationales Championat qualifiziert. Müllers
Vereinskameraden Josef Konrad und Martin Schloss
(beide Serrig) und Martin Fischer (RSC Stahlross
Wittlich) wurden für die
beiden Wettbewerbe auf der Straße, das
Einzelzeitfahren und das Straßenrennen, nominiert.
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